Die Sonne, ein riesiger Feuerball aus Helium und Wasserstoff. Ein unwirtlicher Ort. Auf ihrer Oberfläche herschen Temperaturen von bis zu 6000¼C und doch ist sie die Grundlage des Lebens auf diesem Planeten.
Die Entstehung | Der Aufbau | Die Kernfusion | Die Geschichte
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Die Sonne entstand vor ungefähr 5*10^9 (5000000000) Jahren bei der Bildung dieses Sonnensystems. Sie ballte sich aus Staub und Gasen zusammen, als diese aufgrund kleiner Unregelmässigkeiten in der Verteilung der Urknallüberreste in einen gemeinsamen Massenmittelpunkt stürtzten. Im Laufe der Zeit verdichtet sich die Materie immer weiter. Eine sich selbst erhaltende Kernfusionsreaktion entstand. Viel später bildeten sich Planeten wie die Erde.
Die Sonne wird in verschiedene Bereiche eingeteilt.
Die Kernfusion ist ein Vorgang, bei dem sich Atome mit einer relativ kleinen
Masse zu einem massereicheren Element verbinden. Dabei wird Bindungsenergie
frei. In der Sonne fusionieren Wasserstoffkerne paarweise zu einem Heliumkern.
Aus 30 g der Sonnenmaterie wird genug Energie erzeugt, um eine 100-Watt-Glühbirne
750000 Jahre leuchten zu lassen (für Physiker: 2.363*10^15 J). Pro Sekunde
verliert die Sonne rund 5 Millionen Tonnen ihrer Masse durch Umwandlung in Energie.
Gesamthaft wird eine wirklich extrem grosse Menge Energie frei.
Man versucht diese Reaktion auf der Erde zu reproduzieren. Gelungen ist das
nur unkontrolliert in einer Wasserstoffbombe. Anders als bei der Kernspaltung
entsteht kein radioaktiver Abfall (mit Ausnahme der verstrahlten Umgebung) und
es wird nur Wasserstoff als Ausgangsprodukt benötigt.
Vermutlich reicht der Wasserstoffvorrat der Sonne nur noch etwa zehn Milliarden
Jahre. Dann wird sich die Sonne zu einem riesigen Feuerball aufblähen.
Jegliches Leben auf der Erde wird verdampfen. (Vermutlich existiert die Menschheit
dann sowieso nicht mehr.)
Die Sonne hat eine sehr grosse Bedeutung für unser Leben auf der Erde.
Sie versorgt uns mit Energie und liefert den Pflanzen Licht für die Photosyntese.
Sie war es vermutlich auch, die durch die Strahlung in den Urozeanen die ersten
DNA-Verbindungen produziert hat. Der Sonne verdanken wir unser Leben.
In der alten Hochkultur der Ägypter wurde die Sonne verehrt. Der Pharao
Echnaton war der Überzeugung, das sie der einzige Gott ist. Nach seinem
Tod wurden desshalb die meisten seiner Hinterlassenschaften von den Priestern
Zerstöhrt.
Im Reich von Teotihuacan, einer südamerikanischen Hochkultur, verehrte
man die Sonne mit einem eigenen, riesigen, pyramidenförmigen Tempel.
Trotz ihrer offensichtlicher Bedeutung weigerte sich die Katholische Kirche
beständig anzuerkennen, das sich die Sonne im Zentrum unseres Systems befindet.
Diese Theorie stellte Johannes Kepler auf, nachdem er durch langes Beobachten
der Himmelskörper genügend Beweise gesammelt hatte.
Heute wissen wir mit grosser Sicherheit, was die Sonne ist, aber dennoch existieren
Gruppen, die für die Sonne sogar in den Tod gehen (->Sonnentempler).
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