Die Sonne, ein riesiger Feuerball aus Helium und Wasserstoff. Ein unwirtlicher Ort. Auf ihrer Oberfläche herschen Temperaturen von bis zu 6000¼C und doch ist sie die Grundlage des Lebens auf diesem Planeten.

Die Entstehung | Der Aufbau | Die Kernfusion | Die Geschichte

Trennlinie

Die Entstehung

Die Sonne entstand vor ungefähr 5*10^9 (5000000000) Jahren bei der Bildung dieses Sonnensystems. Sie ballte sich aus Staub und Gasen zusammen, als diese aufgrund kleiner Unregelmässigkeiten in der Verteilung der Urknallüberreste in einen gemeinsamen Massenmittelpunkt stürtzten. Im Laufe der Zeit verdichtet sich die Materie immer weiter. Eine sich selbst erhaltende Kernfusionsreaktion entstand. Viel später bildeten sich Planeten wie die Erde.

 

Der Aufbau

Die Sonne wird in verschiedene Bereiche eingeteilt.

sonnenschema
  1. Kern: Hier findet die Kernfusion statt. Die Sonnenmaterie existiert nicht in ihrer normalen Form, die Hüllenelektronen sind vom Proton getrennt.
  2. Strahlungszone: Hier herrscht ein so grosser Druck, das Photonen mehrere Millionen Jahre benötigen, um in die nächste Zone zu gelangen.
  3. Konvektionszone: Die Sonnenmaterie zirkuliert und transportiert so Energie zur Oberfläche.
  4. Photosphäre: Hier wird das Licht freigesetzt.
  5. Korona: Durch das Sonnenmagnetfeld werden hier elektrisch geladene ultraheisse Gase erzeugt.

 

Die Kernfusion

Die Kernfusion ist ein Vorgang, bei dem sich Atome mit einer relativ kleinen Masse zu einem massereicheren Element verbinden. Dabei wird Bindungsenergie frei. In der Sonne fusionieren Wasserstoffkerne paarweise zu einem Heliumkern. Aus 30 g der Sonnenmaterie wird genug Energie erzeugt, um eine 100-Watt-Glühbirne 750000 Jahre leuchten zu lassen (für Physiker: 2.363*10^15 J). Pro Sekunde verliert die Sonne rund 5 Millionen Tonnen ihrer Masse durch Umwandlung in Energie. Gesamthaft wird eine wirklich extrem grosse Menge Energie frei.
Man versucht diese Reaktion auf der Erde zu reproduzieren. Gelungen ist das nur unkontrolliert in einer Wasserstoffbombe. Anders als bei der Kernspaltung entsteht kein radioaktiver Abfall (mit Ausnahme der verstrahlten Umgebung) und es wird nur Wasserstoff als Ausgangsprodukt benötigt.
Vermutlich reicht der Wasserstoffvorrat der Sonne nur noch etwa zehn Milliarden Jahre. Dann wird sich die Sonne zu einem riesigen Feuerball aufblähen. Jegliches Leben auf der Erde wird verdampfen. (Vermutlich existiert die Menschheit dann sowieso nicht mehr.)

 

Die Geschichte

Die Sonne hat eine sehr grosse Bedeutung für unser Leben auf der Erde. Sie versorgt uns mit Energie und liefert den Pflanzen Licht für die Photosyntese. Sie war es vermutlich auch, die durch die Strahlung in den Urozeanen die ersten DNA-Verbindungen produziert hat. Der Sonne verdanken wir unser Leben.
In der alten Hochkultur der Ägypter wurde die Sonne verehrt. Der Pharao Echnaton war der Überzeugung, das sie der einzige Gott ist. Nach seinem Tod wurden desshalb die meisten seiner Hinterlassenschaften von den Priestern Zerstöhrt.
Im Reich von Teotihuacan, einer südamerikanischen Hochkultur, verehrte man die Sonne mit einem eigenen, riesigen, pyramidenförmigen Tempel.
Trotz ihrer offensichtlicher Bedeutung weigerte sich die Katholische Kirche beständig anzuerkennen, das sich die Sonne im Zentrum unseres Systems befindet. Diese Theorie stellte Johannes Kepler auf, nachdem er durch langes Beobachten der Himmelskörper genügend Beweise gesammelt hatte.
Heute wissen wir mit grosser Sicherheit, was die Sonne ist, aber dennoch existieren Gruppen, die für die Sonne sogar in den Tod gehen (->Sonnentempler).

Trennlinie

Einführung | Finsternis | Simulation | Objekte | Links | About
zur Projekthauptseite